2024 war ein bedeutendes Jahr für die Barrierefreiheit von Dokumenten und die Einführung von alternativen Formaten. Da das Bewusstsein für Barrierefreiheit weiter wächst, steigt die Nachfrage nach Dokumenten in Formaten, die den unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht werden. Insbesondere der Großdruck hat sich als wichtiges Format für Menschen mit Sehbehinderungen erwiesen. Angesichts der alternden Bevölkerung und der zunehmenden Bildschirmarbeit wird der Bedarf an leicht lesbaren Dokumenten in Großdruck immer deutlicher.
Was sind alternative Formate?
Alternative Formate sind verschiedene Versionen eines Dokuments, die Informationen für Menschen mit Behinderungen zugänglich machen sollen. Diese Formate helfen Menschen mit visuellen, auditiven oder kognitiven Beeinträchtigungen, auf den Inhalt zuzugreifen und ihn zu verstehen.
Gängige alternative Formate
- Großdruck. Dabei wird die Schriftgröße eines Dokuments vergrößert, um es für Menschen mit Sehschwäche leichter lesbar zu machen.
- Die Brailleschrift, ein taktiles Schriftsystem, verwendet erhabene Punkte, um Buchstaben und Zahlen darzustellen und ermöglicht blinden Menschen das Lesen.
- Audioformate, wie z.B. MP3, bieten gesprochene Versionen von schriftlichen Inhalten, was Personen mit Seh- oder Leseschwächen zugute kommt.
- Barrierefreies PDF. Ein PDF-Dokument, das so erstellt oder verändert wurde, dass es mit Hilfsmitteln wie Bildschirmlesegeräten verwendet werden kann. Es enthält Funktionen wie getaggten Text, alternativen Text für Bilder und eine logische Lesereihenfolge.
- Barrierefreies HTML. Dabei handelt es sich um Code, der die Zugänglichkeitsstandards einhält und Webinhalte für Hilfstechnologien zugänglich macht, die von Menschen mit Behinderungen verwendet werden.
Neben dem Großdruck sind alternative Formate wie Braille, Audio, barrierefreies PDF, barrierefreies HTML und sogar verschiedene Sprachen auf dem Vormarsch. Diese Formate sind für Menschen mit Seh-, Hör- und kognitiven Beeinträchtigungen sowie für Menschen mit eingeschränkten Englischkenntnissen (LEP) unerlässlich. Durch die Bereitstellung dieser alternativen Formate können Organisationen sicherstellen, dass ihre Informationen für jeden zugänglich sind, unabhängig von seinen Fähigkeiten und Vorlieben.
Unternehmen, die sich nicht auf alternative Formate einlassen, riskieren, einen großen Teil ihres Kundenstamms zu verprellen. Indem sie zugängliche Dokumente anbieten, können Unternehmen ihr Engagement für Inklusion demonstrieren und ihren Ruf verbessern. Für das Jahr 2025 erwarten wir eine noch größere Bedeutung alternativer Formate. Unternehmen, die diese Formate proaktiv übernehmen, werden nicht nur die Vorschriften zur Barrierefreiheit einhalten, sondern sich auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.











